
Das Buch von Markus M. Kirchmair
Software
ist tot.
Was viele in der Branche ahnen, aber noch kaum jemand offen ausspricht.
Warum Ihr Unternehmen einer Software anpassen, wenn sich die passende Lösung um Ihre Arbeit herum bauen lässt?
Das Buch untersucht den Wandel der Anwendungsschicht, seine Grenzen und die Entscheidungen im eigenen Betrieb. Unter nomoretools begleitet der Autor Betriebe bei der konkreten Ausarbeitung dieser Arbeitsweise. Diese wirtschaftliche Verbindung legt er im Buch offen.
Ausgaben und aktuelle Konditionen finden Sie beim Anbieter.
Was Sie mitnehmen
Eine These.
Und eine eigene Probe.
Warum verändert die Erzeugung von Funktionen den Kaufgrund eines Produkts? Was bleibt wertvoll? Wann ist Kaufen sinnvoll, wann Anbinden, Bauen oder Weglassen?
15 Kapitel führen von der wirtschaftlichen These zur Architektur und zu einem prüfbaren ersten Versuch. Ein schematischer Lieferterminfall verbindet die Teile. Vier Vorlagengruppen unterstützen Inventar, Kauf- und Vertragsprüfung, Vollkostenvergleich sowie Abschaltung und Pilotplanung.
Das Buch behandelt auch die Einwände: Wartung und Verantwortung bleiben, während KI ihre Bearbeitung verändert. Es erklärt den größeren Wirkungsbereich einzelner Fachleute und eine bewusst einfache Arbeitssicht. Neue Anbieterbindung, Sicherheit und die Grenzen der Belege werden konkret eingeordnet.
Aus dem Vorwort
Warum ich
die Richtung umdrehe.
Auszug aus der aktuellen deutschen Manuskriptfassung. Die Quellen und vollständigen Zusammenhänge stehen im Buch.
Mehr als zwanzig Jahre habe ich davon gelebt, digitale Lösungen zu entwickeln und Unternehmen dabei zu helfen, Software auszuwählen, anzupassen und einzuführen. Dabei ging es selten nur um die Frage, welche Funktionen ein Produkt besitzt. Entscheidend war, ob es zur Arbeit passt, ob Menschen es verstehen und ob der Betrieb dadurch tatsächlich besser wird.
Mein Studium von Marketing und Kommunikation, Digital Marketing, General Management sowie Digital Business und Technologierecht hat diesen Blick geprägt. Eine technisch elegante Lösung kann im Alltag scheitern, weil niemand sie gern benutzt. Eine beeindruckende Kennzahlenansicht kann Führung erschweren, wenn sie jede Kleinigkeit nach oben meldet. Und ein schnell gebauter Ablauf kann teuer werden, wenn Datenwege, Zuständigkeiten oder rechtliche Anforderungen erst am Ende bedacht werden.
Heute lässt sich die Ausgangsfrage neu stellen: Warum sollte sich ein Unternehmen immer wieder nach einer fremden Software richten, wenn es die benötigten Funktionen um seine eigene Arbeit herum aufbauen kann? Weniger ist mehr gilt auch hier. Gemeint ist eine passgenauere Lösung, die unnötige Bedienarbeit, doppelte Datenpflege und vermeidbare Lizenzkosten zusammen zurücknimmt.
Es wird mehr Software geben. Daraus folgt nicht, dass mehr fertige Softwareprodukte gekauft werden. Dieselbe KI, die neue Anbieter hervorbringt, ermöglicht bisherigen Käufern, einen Teil ihres Bedarfs selbst zu decken. Diese Doppelbewegung ist die These dieses Buches.
Im Dezember 2024 beschrieb Satya Nadella, Vorstandsvorsitzender von Microsoft, in einem Podcastgespräch betriebliche Anwendungen als Datenbanken zum Anlegen, Lesen, Ändern und Löschen von Datensätzen, ergänzt um Geschäftslogik. Diese Logik, so seine Erwartung, wandere in die Agentenschicht, und das könne zum Ersatz bisheriger Systeme führen. Windows Central gab die Aussage am 9. Mai 2025 wieder.[1]
Ein Konzernchef spricht so etwas leichter aus, wenn sein Unternehmen die Verschiebung selbst verkauft: Wer die Agentenschicht anbietet, gewinnt, wenn sie an Bedeutung gewinnt. Das ordnet die Aussage ein, entwertet sie aber nicht. Für den Mittelstand stelle ich eine engere Frage, die sich prüfen lässt: Welche Funktion eines Softwareprodukts bleibt notwendig, wenn Menschen es nicht mehr selbst bedienen?
Die Kapitel
Der Agent wird zum Bediener
Die Oberfläche als Umweg
Wo sich der Engpass verlagert
Viele Werkzeuge, eine Landschaft
Preis, Sitzplatz, Vorgang – wann die Rechnung kippt
Ohne Oberfläche, aber nicht ohne Bindung
Die Entwertung der Anwendungsschicht
Bauen, kaufen, anbinden – oder weglassen
Was unter der Oberfläche bleiben muss
Wann weniger Systeme die Angriffsfläche senken
Die neue Arbeitssicht
Vom Ausführen zum Beauftragen
Was nicht verschwindet
Vom Weglassen zum Beweis
Ein prüfbarer Einstieg in vier Schritten
Ihr erster Schritt
Sagen Sie Ja
zu weniger.
Weniger unnötige Software. Mehr Raum für Ihre Arbeit. Finden wir den sinnvollen ersten Schritt.